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am 04. Dezember 2003

Feinkost Koehler und Café Strickmann gehören zusammen


Holz umrahmt die Eingangstür. Das geschliffene Glas bremst den Blick uns Innere. Ein großer, schwarzer Knauf erleichtert das Öffnen.
Und über dem Eingang schwingt sich - ganz in blau - der Schriftzug: Koehler´s Café Strickmann. Das ist der Eintritt zu Dortmunds Feinkost-Knusperhaus.

An der Wißstraße haben sich Zwei getroffen. Zwei mit Tradition, mit Stil und Zwei, die zu Dortmund gehören. Vor mittlerweile zwei Jahren ist Feinkost Koehler im Café Strickmann eingezogen.

"Die Idee kam, als Koehler seine Pforten schließen musste. Wir haben den Feinkostladen übernommen und nach passenden Räumen gesucht", sagt Larissa Böhme, die sich damals mit ihrem Mann Daniel Hein gemeinsam auf die Suche gemacht hat. Und: Glück muss man haben. Die Inhaber von Café Strickmann konnten sich mit dem Gedanken anfreunden, in Ruhestand zu gehen. Dann kam zusammen, was so gut zusammen passt.

"Uns war ganz wichtig, die Traditon beider Häuser weiterzuführen", erklärt die Gastronomin. Und davon gibt´s eine ganze Menge. Koehler ist der Ältere von beiden. Seit 1853 hat er sich auf die feine, erlesene Kost spezialisiert. Dagegen ist das Café Strickmann fast noch ein Jungspund. Aber immerhin lassen sich hier seit den 20er Jahren die Gäste in die gemütlichen Sessel fallen und verwöhnen.

Familienrezepte

Die beiden Traditionshäuser haben nicht nur ihre wohlklingenden Namen mit eingebracht, sondern auch viele Familienrezepte. Und Koehler hat bei seinem Einzug noch etwas zum Hausstand beigetragen: die Küche. Denn seit Strickmann seinen Doppelnamen trägt, gibt es auch jeden Tag im Bistro im Wintergarten warme und auserwählte Speisen.


Bis auf jenen neuen Wintergarten hat das Café sein Gesicht nicht verändert. Die gestreifte Tapete, die Sessel mit der grünen samtenen Haut sind geblieben. Es hat seinen Kaffeehausstil und seinen Charme bewahrt. "Das Interieur haben wir bewusst gelassen, daran wird sich auch nichts ändern", verspricht die Inhaberin.

Wenn zwei alt eingesessene Junggesellen zusammen kommen, gab es da keine Startschwierigkeiten? "Klar. Die Koehler-Kunden wollen den Kuchen nach ihrem Rezept und die Strickmann-Stammgäste die ihnen bekannte Version", erinnert sich Larissa Böhme. Die Lösung? Wie immer in gut funktionierenden Beziehungen: ein Kompromiss. Von Montag bis Freitag gibt es das eine Rezept, samstags wird die Torte nach dem anderen gebackenen. Welches wann dran ist, bleibt natürlich ein Familiengeheimnis.

Und noch eine Bereicherung hat der Zusammenschluss gebracht. Seit Koehler´s an der Wißstraße heimisch ist, gibt es hier die erlesenen Feinkost-Artikel. Wie das feinste Tee-Gebäck, den Trüffel-Pralinen-Tresor oder Koehler´s Kaffee-Hausmischung.

Gerade zu Weihnachten liegen hier auch besondere festliche Aufmerksamkeiten wie die Adventsmischung, Weihnachtsgebäck und die Konfitüre für besinnliche Tage. Wer ausprobieren möchte, sollte an dem großen, schwarzen Knauf drücken, durch die mit Holz eingerahmte Tür eintreten und sich einen Blick hinter die geschliffene Scheibe gönnen.


Foto: Schütze


Foto: Schütze


Foto: Schütze

 

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