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am 29. September 2004

Der Sturmsack ist nicht einfach zu backen

Er ist ein ganz sensibler Vertreter unter den Backwunderwerken:
der Windbeutel.

Luftiger Deckel, cremige Schicht, lockerer Boden. Und ziemlich lecker.

Das empfindliche Gebäck braucht eine bedächtige Hand, die sich um ihn kümmert. Bei Koehler´s übernimmt das der Konditormeister Gerd Heermann. Er bringt den Wind in den Beutel.

Der Boden und der Deckel besteht aus Brandteig. Der heißt deshalb so, weil er unter Hitze zusammengerührt wird. Erst wenn der Teig am Kessel einen Rand hinterlässt, darf er aus der Wärme. Dann erst kommen die Eier hinzu.

Und sie sind wahrscheinlich auch maßgeblich an der Namensgebung beteiligt: Denn durch die Eier wird der Teig luftig. „Das ist wie ein flacher Sack, der aufgebläht wird“, erklärt Gerd Heermann. In manchen Gegenden heißt das Gebäck vielleicht deshalb auch Sturmsack.

Die eher deutsche Variante ist rund. Der Artverwandte aus Frankreich – das Equlaire – bevorzugt die längliche Form. Aber bei beiden darf der Konditor auf keine Fall ungeduldig werden: Geht der Backofen zu früh auf, fällt alles in sich zusammen.



Ist das Gebäck aus dem Ofen, kann sich die Creme zwischen die Hälften schieben. Und hier kommt es jetzt auf die Kreativität des Konditors an. Der Klassiker ist der mit einer Vanille-Sahne-Creme. Aber bei Koehler´s gibt es auch Variationen: „ Wir machen den Windbeutel auch mit einer Birnen-Schoko-Creme oder mit Mokka-Sahne mit Preiselbeeren“, erklärt Larissa Böhme, Geschäftsführerin bei Koehler´s.

 

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